|
 So wie hier an der Meisenburgstraße kapitulierten die Autofahrer vielerorts
 Quer stehende LKW und PKW mit Sommerbereifung scheiterten an den verschneiten und vereisten Steigungen
 Wer zu Fuss unterwegs war, genoss wie hier an der Pierburg die winterliche Idylle

 Wer nicht unbedingt unterwegs sein musste, ließ das Auto lieber gleich stehen
 Eher selten: Kettwiger lassen ihr Auto stehen
|
Die Essener Polizei wurde In der Zeit von 20.00 Uhr bis 01.00 Uhr 62mal zur Verkehrsunfall-aufnahme gerufen.
Aufgrund der Vielzahl der Einsätze mussten sich die Bürger auf erhebliche Warte-zeiten einstellen. Die meisten nahmen es gelassen und zeigten Verständnis.
Betroffen war auch ein Streuwagen der Entsorgungs-betriebe Essen, der aufgrund der Straßenverhältnisse auf der Bochumer Landstraße von der Fahrbahn abkam und mit einem Laternenmast kollidierte.
Vielerorts hieß es darüber hinaus: “Nichts geht mehr!”
Insbesondere auf dem Bredeneyer Berg, der Meisenburgstraße, der Bochumer Landstraße, der Haltener Straße, der Bottroper Straße und dem Reuenberg kamen die Autofahrer weder vor noch zurück.
Bereits gestern Abend mussten Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Kettwig auf der Charlottenhofstraße einen von der Schneelast umgestürzten Baum beseitigen.
Auf der Lilienthalstraße in Essen Haarzopf konnte ein querstehender LKW nur nach Einsatz eines Abschleppfahrzeuges seine Fahrt fortsetzen.
Aufgrund spiegelglatter Fahr-bahn musste der Reuenberg in Bedingrade schon frühzeitig gesperrt werden. Auch der Bredeneyer Berg wurde in Fahrtrichtung Stadtmitte bis zum Eintreffen der Streufahrzeuge gesperrt.
Positiv bleibt zu vermerken, dass es bei Sachschäden blieb und Personen nicht zu Schaden kamen (Stand: 26.11.05, 06.00 Uhr) - polizei essen
Krankentransporte zum Teil eingeschränkt Auch in Essen haben die starken Schneefälle der vergangenen Nacht zu erheblichen Störungen geführt. Seit 00.00 Uhr rückten die Einsatzkräfte zu 40 Einsätzen aus, die mit Schnee in Zusammenhang zu bringen sind. Zur Zeit sind Teile des Krankentransportdienstes eingestellt, Transporte außerhalb Essens und Entlassungsfahrten liegen "auf Eis". In Kupferdreh musste ein Krankentransport mit einem Löschfahrzeug durchgeführt worden. Mit Schneeketten ausgerüstet, kommen die Feuerwehrfahrzeuge langsamer als üblich, aber sicher ans Ziel. Auch die Fahrzeuge des Rettungsdienstes sind mit so genannten Schleuderketten ausgerüstet und können nicht so schnell wie gewohnt am Einsatzort sein, aber auch diese Fahrzeuge kommen an. "Ich bitte die Essener Bevölkerung, die Autofahrten auf das absolut notwendige zu beschränken. Bisher hat es noch keine schweren Autounfälle gegeben und ich wünsche mir, das es so bleibt" sagte Essens Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn.
|
|
Noch keine Entspannung - Neuer Schneefall angekündigt Von einer Entspannung der Situation kann man in Essen noch nicht reden. Zwar läuft der Verkehr auf den Hauptstraßen langsam wieder an, auch der Krankentransport-dienst arbeitet wieder normal. Es schneit aber immer noch und der Deutsche Wetterdienst hat erneut vor Windböen (bis 55 km/h) gewarnt. In den Nebenstraßen haben die Einsatzfahrzeuge trotz Schneeketten zum Teil erhebliche Probleme, gegen 13.00 Uhr musste eine Drehleiter von einem Löschfahrzeug aus einer "verfahrenen" Situation befreit werden. Im Essener Süden sind die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren mit Kräften bis auf weiteres besetzt. Hier wird derzeit zu jedem Rettungswagen ein Allrad-Löschfahrzeug mitalarmiert. Die Freiwilligen Feuerwehren werden als "First Responder" eingesetzt, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. - feuerwehr essen
|
|
August-Thyssen-Straße wegen Schneebruch gesperrt Auch am Samstag (26.11.2005) hielten die winterlichen Bedingungen im Stadtgebiet und die damit verbundenen Verkehrsbeinträchtigungen (wir berichteten) an.Vielerorts war auch am Samstagmorgen für die Autofahrer kein Vorwärtskommen. Zahlreiche Straßen waren aufgrund liegengebliebener und querstehender Fahrzeuge, insbesondere LKWs, kurz- bzw. mittelfristig nicht passierbar.
|
|
 Auch die Ortseinfahrt “Am Esel” musste gesperrt werden
|
Neben spiegelglatten Fahrbahnen machten umgestürzte Bäume den Autofahrern zu schaffen. Auf zahlreichen Straßen im gesamten Stadtgebiet stürzten entwurzelte Bäume bzw. abgebrochene Äste auf die Fahrbahn. Besonders betroffen war die August-Thyssen-Straße in Kettwig, die ab Samstag, 16.30 Uhr, gesperrt wurde.
|
|
Hinsichtlich der Zahl der Verkehrsunfälle schienen die Verkehrsteilnehmer sich mit zunehmender Dauer allerdings an die winterlichen Verhältnisse zu gewöhnen. Nachdem sich am Freitagabend innerhalb von 5 Stunden 62 Verkehrsunfälle ereigneten (s.o.), mussten die Beamten am Samstag in der Zeit von 01.00 Uhr bis 24.00 Uhr "lediglich" 43 Unfälle aufnehmen. Die positive Bilanz, dass keine Personen zu Schaden kamen und es lediglich bei Blechschäden blieb, hat weiterhin Bestand (Stand: Sonntag, 27.11.05, 05.00 Uhr).
|