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Die vier großen Kettwiger Bürgervereine hatten für vergangenen Samstag zum traditionellen Neujahrsempfang in den großen Saal des Alten Bahnhofs Kettwig eingeladen. Heimat- und Verkehrsverein, Alter Bahnhof, Bürgerbus und KettIN nutzten die Gelegenheit für Rückblicke, Aussichten und Gedankenaustausch gleichermassen.
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 Friedrich Gräbe (Vorsitzender des Kettwiger Heimat- und Verkehrsvereins e.V.) konnte sich sichtlich über den spontanen Beifall freuen, der zu seiner aufgegriffenen Idee entbrannte, aus Kettwig einen Luftkurort zu machen
 Vertreter, Freunde und Gäste der vier Kettwiger Bürgervereine beim Neujahrsempfang im Alten Bahnhof Kettwig
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Gleich zu Beginn der Veranstal-tung entbrannte heftiger Beifall, als der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Friedrich Gräbe, in seiner Begrüßungs-ansprache zum neuen Jahr die Idee aufgriff, aus Kettwig einen Luftkurort zu machen.
Neu ist dieser Gedanke zwar nicht, denn bereits in den 30er Jahren gab es ein ähnliches Ansinnen, wurde aber bis dato nie verwirklicht.
Ein langer Amtsweg stünde bevor, doch solle man diese Idee mit Blick in die Zukunft einmal im Auge behalten, so Gräbe weiter.
Einfacher zu realisieren dürfte die für 2006 neu gestellte Jahresaufgabe sein. Der Heimat- und Verkehrsverein hat neben der allgemeinen Verschönerung des Ortsbildes diesmal seinen Fokus auf die von Natur aus gegebenen Kettwiger Wanderwege gelegt. Neue Wandertafeln sollen aufgestellt und den Weg weisen. Mit Unterstützung der Bezirksvertretung IX werden ebenso neue Bänke an den Wanderwegen ins Visier genommen.
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Für die Interessengemeinschaft Alter Bahnhof stellte sich Armin Rahmann ans Mikrofon. Sozusagen als Hausherr machte er die Anwesenden auf die Bedeutung des mit viel Bürgerfleiß restaurierten alten Schandflecks aufmerksam. Mit einem Engagement, welches sein gleiches sucht, wurde ein Denkmal zu einer modernen Begegnungsstätte umfunktioniert und bietet ein unerschöpfliches Angebot an Kultur, Sport, Veranstaltungen und Gastronomie. Nur beispielhaft seien hier die über Kettwig hinaus bekannten Deutschen Kabaretttage genannt, die neben vielen Konzerten und Ausstellungen zum Publikumsmagnet geworden sind. Viel Politik-Prominenz hat das Haus ebenso schon gesehen, wie wunderbare Tage mit herrlichen Dampflokerlebnissen. Rund 400 Teilnehmer besuchen derzeit die über 40 individuellen Kursangebote. Und das ist auch gut so, denn in Zeiten weniger fließender Zuschüsse muss zur Finanzierung Leben in den Alten Bahnhof Kettwig.
Der Bürgerbus Kettwig wurde am 28.12.1999 gegründet und fährt nun schon seit gut 5 Jahren äußerst erfolgreich. Gerd Pippereit wusste aber noch mehr Positives zu berichten. Unter den 64 nordrhein-westfälischen Bürgerbussen gilt der Kettwiger am erfolgreichsten. So fährt der Kettwiger Bus kostendeckend und eine Bürgschaft der Stadt Essen musste noch zu keiner Zeit in Anspruch genommen werden. Dies ist u.a. den Sponsoren zu verdanken, die Tankstelle und Werkstatt für den Bus nicht zum Garaus werden lassen. Ohne auch nur einen nennenswerten Personenschaden beförderten die 38 ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen alleine im Jahr 2005 in 3.454 Fahrstunden stolze 24.211 Fahrgäste. Sie legten dabei 50.958 Km zurück. Um eine eigentlich notwendige Fahrpreiserhöhung zu verhindern, wird der Jahresausflug inzwischen sogar aus eigener Tasche finanziert. Aus dem ehrenamtlichen Team hat sich ein richtiger Freundeskreis gebildet.
Der Vorsitzende Rolf Gampe sprach letztlich für die Interessengemeinschaft für Handel, Handwerk und andere Dienstleistungen KettIN, Den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den vielen Baustellen entsprechend, verlief das Jahr 2005 nicht ganz den Erwartungen. Für das laufende Jahr will man unter den gegebenen Voraussetzungen etwas daraus machen. Gampe machte deutlich, dass letztendlich jedes Unternehmen in Kettwig für sich entscheiden muss, welcher Bedarf am Standort Kettwig besteht. Durch Fluktuation bedingt, findet auch bei uns ein ständig verändertes Angebot statt und wir müssen sehen, wo die Nachfrage besteht. Auch bei den Öffnungszeiten müsse man sicherlich zwischen einem Bäcker oder einer Galerie unterscheiden, sodass es neben einer Kernöffnungszeit auch immer eine individuelle Öffnungszeit gegeben wird. - rsdc
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