Sie befinden sich hier:

KETTWIG today > Nachrichten > Fluglärm - Kuhmichel (CDU) >

Leserbrief schreiben LESERBRIEF SCHREIBEN     Seite drucken SEITE DRUCKEN

Kuhmichel (CDU) gerät erneut ins Visier der Kritik
Leserbrief zum WAZ-Interview mit Manfred Kuhmichel am 17.12.2005

Essen-Kettwig • 20.12.2005

Leserbrief von Herrn Tilo Stadtkowitz zum Interview des Landtagsabgeodneten Manfred Kuhmichel (CDU) in der WAZ-Ausgabe am 17.12.2005 :

Kurz vor der Wahl hat sich Herr Kuhmichel in Kettwig fĂĽr den Schutz der Nachtruhe stark gemacht. Bei der ersten Abstimmung im Landtag – und mag sie aus seiner Sicht noch so unbedeutend sein - hat er diese Position vergessen.  Dazu fehlen mir die Worte; aber es bedarf wahrscheinlich auch keines Kommentars.

Wie in der Genehmigung 2005 kommt dann auch von Herrn Kuhmichel das „Killerargument“: Im Zweifel fĂĽr Arbeitsplätze! Die Genehmigung 2005 wurde im Ministerium in groĂźen Teilen von der Genehmigung 2000 abgeschrieben. Hat die sich bewährt? Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Flughäfen (ADV; http://www.adv-net.org) ist die Anzahl der gewerblichen Flugbewegungen in DĂĽsseldorf von 179.700 in 2000 auf  189.000 in 2004 gestiegen. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg aber nicht wie damals versprochen um 1.850, sondern blieb noch nicht einmal bei den 13.200 stehen, die das Ministerium bereits in der Genehmigung 2000 nannte (ADV: 12.986 in 2004). Die Flughafen DĂĽsseldorf GmbH hat im gleichen Zeitraum 19,7% Arbeitsplätze abgebaut (ADV: von 2831 auf 2273)!

Wie erklärt sich das? Bei relativ konstant 15 Mio Passagieren pro Jahr hat die durchschnittliche Anzahl Passagiere je Flugzeug abgenommen. Aber wo nicht mehr Passagiere bereit sind mehr Geld ausgeben, werden auch keine zusätzlichen Arbeitplätze geschaffen. Mehr Flüge bringen lediglich dem Flughafen mehr Landegebühren, dem Land NRW bringt es aber nachweislich nichts. Den Schaden haben die Anwohner, die mehr Lärm aufgebrummt bekommen!

Aber es kommt noch schlimmer: Die neuen Kapazitäten der Randstunden werden hauptsächlich von Billigfliegern genutzt werden. Dieser Trend entzieht der Region Kaufkraft: mehr Menschen geben ihr Geld in Nizza oder Barcelona aus und nicht in den Restaurants und Läden in Kettwig! Selbst die Tickets werden im Internet gebucht und nicht im lokalen Reisebüro. Es wird also durch die neue Genehmigung die Umwelt stärker belastet, die Anwohner durch Nachtfluglärm stärker gestresst, keine Arbeitsplätze geschaffen, und der Region auch noch Geld entzogen.

Herr Kuhmichel, trotzdem oder gerade deshalb wĂĽnsche ich Ihnen und uns eine ruhige Weihnacht!

Tilo Stadtkowitz, kettwig@buergergegenfluglaerm.de

Seitenanfang         Ăśbersicht         zurĂĽck

   Seite empfehlen

tell-a-friend

Bürger gegen Fluglärm

copyright © 2003-2006  •  rs-design-competence
 

ranking-charts.de 

PAGERANK SEO 

Kettwig-today • Online-Magazin für Essen-Kettwig