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Prominenter Besuch beim CDU-Neujahrsempfang
NRW-Ministerin stellte neues Schul- und Bildungsprogramm vor

Essen-Kettwig • 17.01.2006

Mit Spannung wurde vergangenen Sonntag die neue NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung, Barbara Sommer, im großen Saal des Alten Bahnhofs zum Neujahrstreffen der CDU Kettwig erwartet.

Barbara Sommer - NRW-Schulministerin in Kettwig
NRW-Ministerin Barbara Sommer (2. v.r.) zeigt sich angetan von der musikalischen Darbietung des Streichquartetts und des Schülerchors “Young Voices” vom Theodor-Heuss-Gymnasium Kettwig

Die prominente Unions-Politikerin  folgte mit ihrem Besuch einer Einladung des Kettwiger CDU-Vorsitzenden Guntmar Kipphardt und dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Manfred Kuhmichel

Guntmar Kipphardt + Manfred Kuhmichel empfangen Barbara Sommer 275x206
Der Vorsitzende der Kettwiger CDU, Guntmar Kipphardt (re.) und der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Manfred Kuhmichel (re.) begrüßen NRW-Ministerin Barbara Sommer

Manfred Kuhmichel - Neujahrsempfang in Essen-Kettwig
Manfred Kuhmichel unterstütze Barbara Sommer im Wahlkampf und holte sie zum Neujahrsempfang 2006 nach Kettwig

Young Voices und Streichquartett des THG Kettwig
Young Voices” und das Streichquartett des Theodor-Heuss-Gymnasiums Kettwig sorgten auch bei der Ministerin für beste Unterhaltung

Wenngleich Ministerin Barbara Sommer überhaupt nicht für die in Rede stehende Schließung der Brücker Grundschule zuständig ist, beeindruckte sie dennoch der “pädagogische Ethos”, der voller Hoffnung vor dem Bahnhofsgebäude versammelten Lehrer, Eltern und zukünftigen Schüler mit ihren Transparenten und Luftballons gegen eine Schließung ihrer Schule.

“Das Wohl des Kindes ist das Maß aller Dinge”, bekräftige die Ministerin in diesem Zusammen-hang in ihrer späteren Rede im Bahnhof und sie bewunderte ausdrücklich dieses emotionale Engagement, wo Lehrer und Eltern sonntags in der Kälte zusammen mit den Kindern demonstrieren, was ihnen am Herzen liegt ist.


Ministerin möchte den Fokus auf den Einzelnen richten

Einen gelungen Auftakt des Neujahrsempfangs und eine musikalische Begrüßung übernahmen Streichquartett und der Schülerchor “Young Voices” des Theodor-Heuss-Gymnasiums.

Auf die Festrede der Ministerin stimmten Guntmar Kipphardt und Manfred Kuhmichel die Besucher durch Ihre Begrüßungsreden ein.

Die bislang parteipolitisch unvorbelastete Ministerin stellte den Gästen in einer umfassen-den, fast einstündigen Rede ihr Konzept einer neuen nordrhein-westfälichen Schul- und Bildungspolitik vor.

Barbara Sommer - NRW-Schulministerin in Kettwig

Barbara Sommer sieht in ihrer Politik kein basteln, sondern die Wende und eine große Erneuerung nach 39 Jahren SPD.

Die jüngsten PISA-Studien verlangen Veränderung und vor allem ein gerechtes System, welches Stärken stützen und Schwächen mildern müsse, so die Ministerin.

Ihrer Auffassung nach benötigen die Schulen mehr pädagogisches Profil mit mehr Eigenverantwortlichkeit. Diese unterschiedlichen Bedürfnisse sollen sich auch in einer individuellen finanziellen Förderung niederschlagen. Eine diesbezügliche Änderung des Schulgesetzes wird angestrebt.
Frühzeitige Förderung von Leistungspotentialen soll gesät werden. Deshalb sieht Sommer eine frühere Einschulung für ebenso wichtig an, wie eine Sprachförderung ab der Klasse 4. Das gesamte System soll wesentlich flexibler werden, um künftig schulische Schicksale zu vermeiden. Der einzelne Schüler soll zeigen können, was in ihm steckt (Prinzip der Durchlässigkeit nach oben).
Auch sprach sich die Ministerin für Kopfnoten als Motivation im Zeugnis aus.
Ihr Augenmerk liege aber nicht nur in der Bildung, sondern auch in der Erziehung. Sie möchte die Lehrkörper disziplinarisch stärken, um bei Fehlverhalten der Schüler zeitnah handeln zu können.

CDU Kettwig - Neujahrsempfang 2006
Viel Beifall für die Festrede der Ministerin Barbara Sommer im Alten Bahnhof Kettwig

Zum Ende ihrer Rede erinnerte sich Barbara Sommer offensichtlich noch einmal an die vor dem Gebäude frierenden Kinder der Brücker Schule und sprach sich trotz des demographischen Problems für den Erhalt kleiner Schulen aus.

Ihr Tipp lautete: “Wenn Sie nach dieser Veranstaltung nach Hause gehen, verkünden Sie, dass wir wieder mehr Kinder brauchen...” - rsdc

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