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Brand im Spänebunker einer Schreinerei
Brandherd hielt Feuerwehr stundenlang in Atem

Essen-Kettwig • 04.02.2006

In einem Spänebunker einer Schreinerei an der Heiligenhauser Straße brach am Freitagmorgen ein Brand aus. Wie das Feuer entstehen konnte, ist bislang noch unklar. Der rund 100 Kubikmeter fassende gemauerte Bunker war zu 50 % mit Spänen und Schleifstaub gefüllt.

Brand Filteranlage eines Spänebunkers
Schaumangriff auf die Filteranlage - foto: feuerwehr essen

Der Betrieb, der die Hälfte einer rund 80 Meter langen und 15 breiten Halle belegt, musste zunächst geräumt werden. Mit fein verteiltem drucklosen Wasserstrahl wurden die ersten Löschmaßnahmen eingeleitet. Dann ging ein weiterer Trupp über das Hallendach und legte einen Schaumteppich auf das Brandgut, um das Feuer zu ersticken. Es mussten Maueröffnungen geschaffen werden, um den Bunker vollständig räumen zu können. Die Feuerwehr war in der ersten Phase mit insgesamt 50 Kräften vor Ort.

Für einen endgültigen Löscherfolg waren noch umfangreiche Maßnahmen erforderlich. Nachdem eine Außenwand des Spänebunkers von einem Bagger geöffnet worden war, wurden mehrere Kubikmeter Späne aus dem Bunker entfernt und abgelöscht. Dabei wurde entdeckt, dass auch ein tragender Balken des Spänebunkers vom Brand erreicht worden war. Um diesen ablöschen zu können mußte das Dach der Schreinerei geöffnet werden. Dazu wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr eingesetzt. Diese Einheit war in der Lage, sich am Kranwagen der Feuerwehr gesichert in die entsprechende Dachposition abzuseilen und mit einem Spezialtrennschleifer das Dach zu öffnen.

Nachdem alle Arbeiten gegen 21:00h beendet waren, wurde die Einsatzstelle im Laufe der Nacht noch mehrfach auf neue Brandnester kontrolliert. Am heutigen Morgen werden umfangreiche Aufräumarbeiten an der Einsatzstelle durchgeführt. Ein Einsatzende ist damit gegen Mittag zu erwarten.

Hintergrund: In Bunkern dieser Art werden Sägespäne und Schleifstäube bis zum Abtransport gelagert. Solche Einsatzstellen entwickeln eine erhebliche Brisanz, weil es zu Staubexplosionen kommen kann, die eine verheerende Wirkung haben. Die Glutnester sitzen häufig tief im Material, deshalb werden die Bunker komplett ausgeräumt und der Inhalt im Freien abgelöscht. Am 6. Februar 1979 kam es durch ein kleines Feuer in der RolandmĂĽhle in Bremen zur größten Mehlstaubexplosion Deutschlands mit 14 Toten und 17 Verletzten. Der Sachschaden lag bei ca. 50 Millionen Euro.  - feuerwehr essen

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