|
Von 1962 bis 1973 hatte er seine Wohnung in der Kirchfeldstraße 8, sein kleines Atelier im Hinterhaus. Seit 1973 wohnte er im Hattig (Mendener Straße) und hatte bis '1979 ein schönes Atelier im Haus "Scheidt im Kirchfeld" (Kirchfeldstraße 16) zu günstigen Konditionen aufgrund der Bereitschaft von Arnhard Scheidt, die Kunst zu fördern. Er konnte dann sein Atelier in die Kunstwerkerstraße (Dinnendahl) in Bergerhausen verlegen, wo die Stadt Essen ihn durch eine günstige Miete förderte. Seit 1987 lebt und arbeitet er im alten Wasserwerk der Stadt Kettwig.
Zum Wasserwerk: Es wurde 1886-89 von der Stadt gebaut. Der Altbau, erkennbar an weiten Sparren (innen Kran 2500 kg, erb.1908) wurde ergänzt durch ein Labor (9 enge Sparren), dann einen Energieraum für Trafos, erkennbar an der Rampe außen, und schließlich durch einen Chlorgas-Raum, Sichtscheibe vom Altbau her, auf der Ostseite. N ur das ehemalige Labor ist unterkellert. Das Haus steht nicht unter Denkmalschutz.
Zum Werk von Wolf gang Liesen:
1965 erhielt er den Förderpreis seiner Heimatstadt Gelsenkirchen. Dort entstand auch 1968 sein erster Brunnen (fur die Firma "Nur Kostüme"). 1973 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen. Wichtige Themen waren für ihn: Energie /Umformungen /Eingriffe: 1973 "Brustklinge" (im Atelier erhalten! Farbfoto in: "Kleinplastiken" 1998, S.37, s.u.) 1974 "Messermaschinen und Klingenräume" (Ausstellung in Trier)
1974 "Umformer, Klingenräume u. Konterverspannungen" (Gelsenkirchen)
1974 erstmals "Wirkung der Werkzeuge", gezeigt im Kunstverein Unna und in Bochum.
1975 "Umformer und umgeformtes Material" (Oberhausen)
1977 "Versuch zum Umformer XXVII" (Abb. in Katalog 1998, S.34, ebenso 1979 Mülheim). 1980 Entwurf von Lärmschutzwänden an der B 224 bei Gladbeck fur LV Westfalen
1984 erhielt er den Kunstpreis. der Stadt Mülheim.
1984 "Umformer: die Wirkung der Werkzeuge, Hämmer, Maschinen" (Bochum), dazu 1984 "Umformer und Tagebuchzeichnungen" (Folkwang Essen)
1988 "Versuch zum Umformer LX" (Abb. inKatalog 1998, S. 41, s.u.)
1990 "Vom Bild einer Funktion zum funktionierenden Bild" (Kunstverein Gelsenkirchen) 1993 "Umformung durch Temperatur und Zeit" (Abb.in Katalog 1998, S.45)
1996: "Umformungsfeuer" (Aurich).
Zweimal war Wolfgang Liesen an der Stadtkunst "Tuchfuhlung" in Langenberg beteiligt.
Werke in Kettwig: Weberbrunnen auf dem Tuchmacherplatz 1992. Hierzu: 15 Spindeln aus Bronze an verschiedenen Plätzen. Eine Schiefersäule fertigte er fur den Dachdeckermeister Solle, Laupendahler Höhe: "Der Dachdecker zwischen Himmel und Erde" . In der "Galerie im Rieck" zeigte er die erste Variante zum "Schatten eines Vogels". Dieses Stück errang im bundesweiten Wettbewerb der Raiffeisenbanken, genannt "Trophäe", den 1. Preis und ging mit Leonard Bernstein nach New York Liesens gegenwärtiges Thema ist die Arbeit mit Modulen, die nicht fixiert werden. Ein Beispiel aus dem Mai 2000 ist im Atelier greifbar. - Quelle: Die Kettwiger 8-Nr.58 v. 1.9.2004
Literatur: Sein erster Katalog erschien 1973 beim Folkwangmuseum Essen. Präsent ist er auch im Jb.d. Hamburger Kunsthalle, im Jb.d. Instituts f. Auslandsbeziehungen Stuttgart, den Katalogen zu Museum Gelsenkirchen, Mülheim und Simeonstift Trier. Wichtig ist der Katalog Kie EUens / Peter Könitz / Wolf gang Liesen "Kleinplastiken", Folkwang Essen 1998 und "Forum Alte Werft", Papenburg 2000, darin bezeichnende Abbildungen.
www.museumsfreunde-kettwig.de
|