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BĂĽrgerinitiative widerlegt Arbeitsplatzversprechen
Mutiert die Lufthansa in DĂĽsseldorf zur Low-Cost-Airline?

Essen-Kettwig • 14.01.2006

In den Presseberichten ist die (durchaus erfreuliche) Entwicklung der Zahlen der Lufthansa am Flughafen DĂĽsseldorf zu lesen:
Drei neue Maschinen sollen stationiert werden, 56 wöchentliche Flüge mehr angeboten werden und die Zahl der Mitarbeiter soll um "rund" 100 erhöht werden. Zuvor habe es rd. 36.000 Starts mit 3,6 Mio Passagieren gegeben, beides soll sich um rd. 10% auf 40.000 Starts und rd. 4 Mio Passagiere erhöhen. Soweit so gut. Was ist jedoch in den Zahlen versteckt enthalten und zeigt doch die Wahrheit?


Bisher wurden 3,6 Mio Passagiere von "rd. 2000 Mitarbeitern" bearbeitet. Das macht pro Mio Passagiere 556 Mitarbeiter. Hinzu kommen sollen rd. 364.000 Passagiere und rd. 100 Mitarbeiter. Das macht pro Mio Passagiere rd. 275 Mitarbeiter, also zum einen deutlich weniger als die vorherige Durchschnittszahl (sinkende Grenzerträge und ein Basisbestand an Mitarbeitern sind der Grund), zum anderen aber auch deutlich weniger als die in der neuen Betriebsgenehmigung zugrunde gelegten 840 Mitarbeiter pro Mio Fluggäste (der Flughafen hat im vergangenen Jahr 30 Mitarbeiter fĂĽr 1 Mio Mehrpassagiere eingestellt, das ergibt also in Summe rd. 300 Jobs pro MioFluggäste (und nicht 840  wie man den lärmbetroffenen BĂĽrgern weismachen will). Gefährdete Arbeitsplätze im Einzelhandel und der Gastronomie dagegen gerechnet ergibt bestenfalls NULL!

Zu fragen bleibt auch, welche neuen Ziele die Lufthansa anbieten will? Oder will sie auch - nach der verzweifelt um ihr Überleben kämpfenden LTU - noch mehr zum Billiganbieter mutieren? Von Düsseldorf sind weltweit über 160 Ziele direkt und weitere 100 über einfache Umsteigeverbindungen erreichbar. Die Direktziele übertreffen sogar das Angebot von Europas größtem Flughafen London-Heathrow. Offenbar kann, wie bereits im Jahr 2004, wo 70% des Zuwachses auf das Konto der Low Cost Airlines ging, eine weitere Nachfrage nur über den Preis stimuliert werden. Wäre diese Nachfrage der Passagiere (und auch der Airlines nach Startrechten) so groß, so müssten deren Preise STEIGEN und nicht fallen, wenn der so oft vom Flughafen zitierte Wettbewerb intakt und ein Arbeitsplätze auch dauerhaft schaffender, gesunder Wettbewerb ohne Luftblasen wäre.

Pro Woche sind rd. 400 mehr Starts und Landungen erlaubt. Von diesen reklamiert die Lufthansa, die lt. Geschäftsbericht des Flughafens bisher rd. ein Drittel aller Flugbewegungen und rd. ein Viertel aller Passagiere in DĂĽsseldorf bestreitet, jetzt 56, also rd. 1/7 . Die BĂśRGER GEGEN FLUGLĂ„RM werden genau beobachten, wem die anderen Startrechte zufallen und fordern die Landesregierung unverändert weiter auf, die Luftverkehrskonzeption zu ĂĽberarbeiten. Wenn noch mehr als 55% des NRW-Flugverkehrs einschl. Billig- und Frachtflieger ĂĽber den DĂĽsseldorfer Stadtflughafen abgewickelt werden sollen, so muss man dies den Betroffenen offen sagen. Die Zahlen fĂĽr 2005 (die BĂśRGER GEGEN FLUGLĂ„RM prognostizieren rd. 15,6-15,7 Mio Paxe, also ein bescheidenes Plus, das vermutlich fast ausschlieĂźlich Billigfliegern zu verdanken ist) und die drohende Pleite der LTU sind eine erschĂĽtternde Bankrotterklärung des Verkehrsministeriums und der Landespolitik. Die "Jobmaschine" Flughafen ist ein "stinknormales" Unternehmen, das KEINE Sonderrechte beanspruchen darf. Daher auch die stetige Forderung der BĂśRGER GEGEN FLUGLĂ„RM nach strengeren Nachtflugbestimmungen! Gesundheit und Schlaf von Hunderttausenden wiegen schwerer als Umlaufinteressen der Billigflieger! Immobilienwertverluste und Gesundheitsschäden bei Kindern und Schwachen mögen den in Meerbusch-BĂĽderich wohnenden Mitarbeiter des Verkehrsministeriums und den in Meerbusch-Nierst wohnenden OVG-Richter nicht kĂĽmmern, die Betroffenen hingegen schon. - bĂĽrger gegen fluglärm

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